Wenn der Eisenvogel fliegt - Tibeter im Exil
Eine multimediale Lesung

"Wenn der Eisenvogel fliegt und die Reitpferde auf Rädern rollen, wird der Mann aus dem Schneeland seine Heimat verlassen müssen und die buddhistische Lehre wird die Länder des rotwangigen Mannes erreichen.”

Diese alte Weissagung aus dem 8. Jahrhundert erfüllte sich 1959, als der Dalai Lama nach einem Volksaufstand gegen die chinesische Besetzung Tibet verlassen musste und ihm 150.000 seiner Landsleute ins Exil gefolgt sind.

Die dramatischen Ereignisse jähren sich im März 2009 zum fünfzigsten Mal; Grund genug einen Blick auf die Situation im Exil zu werfen.

Welche Schicksale verbergen sich hinter den Statistiken?
Wie leben die Tibeter fern ihrer Heimat?
Wie hat sich ihre Gesellschaft in Freiheit entwickelt?
Welche Perspektiven haben die Menschen, da die Hoffnung auf eine freie Heimat in weite Ferne gerückt ist?

Klemens Ludwig geht diesen und anderen Fragen nach und zeichnet ein Bild von einer Gesellschaft, die sich ungeachtet aller Schwierigkeiten dem Neuen geöffnet und dabei ihre Identität bewahrt hat.

Beeindruckende Lebensläufe und ergreifende Schicksale runden das Bild von den Tibetern im Exil ab und geben den Statistiken ein Gesicht.

KLEMENS LUDWIG: Wenn der Eisenvogel fliegt. Tibeter im Exil. Nymphenburger-Herbig Verlag, München 2008. 208 Seiten, 19,95 Euro.