Die Plünderung des Schatzhauses– Tibet und seine Ökologie
Diavortrag

Schon im alten China hieß Tibet „Xizang“, das heißt „Schatzhaus des Westens“, und schon immer spekulierten die Herren im Reich der Mitte darauf, dieses Schatzhaus zu plündern. Mit der Besetzung Tibets 1950 und der Eröffnung einer Eisenbahn am 1. Juli 2006 ist das so einfach wie noch nie geworden.

Im Osten Tibets ist der Raubbau an der Natur am deutlichsten zu erkennen: Kahl geschlagenen Hängen, deren Böden erodieren und die Flüsse verschlammen, erstrecken sich entlang der Straßen. Mehr als die Hälfte des Waldbestandes ist von den Chinesen seit den fünfziger Jahren abgeholzt worden. Auch andere Bodenschätze wie Gold, Uran, Kupfer, Eisen, sowie die großen Wasservorräte in Seen und Flüssen werden ohne Rücksicht auf ökologische Zusammenhänge ausgebeutet. Damit leistet Tibet einen unfreiwilligen Beitrag zum chinesischen Wirtschaftsboom, während für die Einheimischen Zerstörung und Unterdrückung bleiben.